Unsere (zukünftigen) Ziegen

Warum wir Ziegen retten

Ziegen gehören – wie viele sogenannte „Nutztiere“ – zu den Tieren, deren Lebensberechtigung in unserer Gesellschaft fast ausschließlich an ihren Nutzen geknüpft ist. Sie dürfen leben, solange sie Milch geben, Nachkommen erzeugen oder wirtschaftlich „funktionieren“. Sobald das nicht mehr der Fall ist, werden sie aussortiert und geschlachtet.

Für uns ist dieses Denken nicht nachvollziehbar.

Wir leben in einer Welt, in der manche Tiere – wie Hunde oder Katzen – geliebt, umsorgt und als Familienmitglieder betrachtet werden, während andere Tiere, die genauso intelligent, sensibel, sozial und individuell sind, als austauschbare Produktionsmittel gelten.

Ziegen werden sowohl in der Milch- als auch in der Fleischindustrie genutzt. Besonders betroffen sind:

  • männliche Ziegen (Böcke), die keine Milch geben und deshalb oft schon im ersten Lebensjahr geschlachtet werden

  • ältere oder weniger leistungsfähige Weibchen (Geißen), die weniger Milch geben oder keine Nachkommen mehr bekommen

Genau diese Tiere möchten wir aufnehmen:
Ziegen, die schlicht keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr haben – und deshalb sonst getötet würden.

 

 

 

 

Ziegen sind wie Hunde - treu, verspielt und liebenswert - nur eben in Vegan.

 

 

 

 

Ziegen als Landschaftspfleger

Ziegen sind geborene Landschaftspfleger. Sie erreichen  Flächen, an die Maschinen kaum herankommen – steile Hänge, verwinkelte Areale oder sensible Naturräume. Dabei arbeiten sie leise, bodenschonend und ohne Abgase. Gerade in Naturschutzgebieten sind Ziegen deshalb eine wertvolle Alternative zu schweren Geräten.

Für Ziegen ist diese Arbeit artgerecht und erfüllend: Sie lieben Abwechslung, neue Umgebungen und das Erkunden unterschiedlicher Flächen. Auf wechselnden Weiden finden sie eine große Vielfalt an Gräsern, Kräutern und Sträuchern – genau das, was ihrem natürlichen Fressverhalten entspricht und ihrer Gesundheit guttut.

Ziegen als Achtsamkeitstrainer

Ziegen leben im Hier und Jetzt. Sie urteilen nicht, sie erwarten nichts – sie sind einfach da. Genau darin liegt ihre besondere Kraft.

In der Begegnung mit Ziegen kommen viele Menschen ganz automatisch zur Ruhe. Das sanfte Kauen, die neugierigen Blicke, das warme Fell – all das erdet, entschleunigt und holt uns aus dem Kopf zurück in den Moment. Ob bei Ziegen-Yoga, achtsamen Wanderungen oder ruhigem Kuscheln: Zeit mit Ziegen kann helfen, Stress loszulassen, sich wieder mit der Natur zu verbinden – und ein Stück näher bei sich selbst anzukommen.

Und auch die Ziegen genießen den Kontakt zu Menschen. Sie lassen sich gerne streicheln, suchen Nähe, begleiten uns aufmerksam – in vieler Hinsicht erinnern sie dabei an Hunde.

 

Was wir brauchen, um die ersten Ziegen aufzunehmen

Geeignete Grundstücke
  • Je Ziege 1.000m² Weide
  • ausreichend Platz
  • möglichst naturnah
  • mit schattigen Bäumen
  • Sonnen- und Regenschutz
  • im Raum Hemsbach / Weinheim / Sulzbach-West
Sicherer Stall
  • Mobiler Ziegenstall oder Viehanhänger
  • wetterfester Unterstand
Ausstattung & Versorgung
  • Futter & Mineralien

  • Einstreu, Stroh

  • Tränken & Futterspender

  • Schutz- & Pflegematerial

  • Klauen- und Fellpflege

Tierärztliche Versorgung 
  • bei den Böcken Kastration
  • tierärztliche Untersuchungen

  • Medikamente (Parasitenschutz, Impfung)

Diese medizinische ist unerlässlich – und einer der wichtigsten Gründe, warum wir gut vorbereitet sein müssen.

Dafür brauchen wir deine Unterstützung 💛

Du kannst uns helfen, wenn du:

🏡 ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen kannst

🔨 handwerkliches Geschick hast oder beim Bau von Stall oder "Melk"-Bank helfen möchtest

🪵 Materialien (Holz, Draht, Überdachung, Werkzeuge) beisteuern kannst

💶 uns finanziell unterstützt, z. B. für Tierarztkosten der Ziegen

📢 Teilen & Weitererzählen

Jede Form der Unterstützung – groß oder klein – hilft uns, diesen Schritt verantwortungsvoll zu gehen.

 

 

💛 Spendenaufruf:
Hilf uns, die ersten Ziegen zu retten

Dieses Jahr möchten wir als Verein die ersten 3 Ziegen-Böcke vor dem Schlachter rette. Damit die Tiere sicher, gesund und würdevoll leben können, brauchen wir eine solide Grundausstattung und finanzielle Unterstützung, vor allem für die erste Zeit.

 

Die Kosten - einmalig

Weidesicherung (Zäune, Strom) ca 2.500 €
Mobiler Ziegenstall (Viehanhänger) ca. 4.000 €
Erstausstattung ("Melk"-Bank, Tränken) ca. 600 €
Tierarzt (Kastration der Böcke) ca. 1.000 €*
Einmalig gesamt ca. 8.100 €

Die Kosten - monatlich

Heu und Stroh ca. 50 €
Mineralien ca. 30 €
Haftpflicht ca. 40 €
Tierarzt (Impfung) ca. 80 €
Monatlich gesamt ca. 200 €

(200 x 12 Monate = 2.400 € für 3 Ziegen im Jahr)

 

Häufig gestellte Fragen

Zum Thema: Ziegen

1Warum rettet ihr ausgerechnet Ziegen?
Ziegen gehören – wie viele sogenannte Nutztiere – zu den Tieren, deren Lebensrecht stark an ihren „Nutzen“ gekoppelt ist: Milch, Fleisch, Zucht. Sobald sie diesen Zweck nicht mehr erfüllen, werden sie häufig aussortiert und geschlachtet. Wir möchten Ziegen einen anderen Platz geben: als fühlende, soziale Individuen mit eigenem Charakter und einem Recht auf ein Leben ohne Leistung. Ziegen sind intelligent, neugierig und sehr menschenbezogen – und dennoch oft unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung.
2Woher kommen die Ziegen, die ihr aufnehmt?
Unsere Ziegen stammen aus Haltungen, in denen sie ohne unsere Aufnahme sehr wahrscheinlich geschlachtet würden – zum Beispiel junge Böcke, ältere Geißen oder Tiere, die nicht mehr „wirtschaftlich“ sind.
3Welche Ziegen nehmt ihr auf (Böcke, Geißen, Rassen)?
Wir machen keinen Unterschied nach Geschlecht oder Rasse. Wir nehmen sowohl Böcke als auch Geißen auf, unabhängig von Größe oder Herkunft – vorausgesetzt, wir können ihnen in der Gruppe und mit unseren vorhandenen Ressourcen gerecht werden. Besonders wichtig ist uns, dass die Tiere sozial verträglich sind oder mit Geduld integriert werden können.
4Was unterscheidet euch von klassischen Gnadenhöfen?
Self & Care versteht sich nicht nur als Zufluchtsort für Tiere, sondern als Verbindungsort zwischen Mensch, Tier und Natur.
Wir schaffen achtsame Bildungs- und Begegnungsangebote, die Respekt, Verantwortung und Mitgefühl fördern – ohne Zwang für die Tiere.
5Wie sorgt ihr im Winter für die Ziegen?
Im Winter planen wir für die Ziegen geschützte Stallungen mit ausreichend Platz, trockenem Liegebereich und frischer Einstreu. Sie werden mit hochwertigem Heu, Mineralien und frischem Wasser versorgt. Auch im Winter achten wir auf Bewegung, Beschäftigung und soziale Nähe.
6Kann man bei euch Ziegenkäse kaufen?
Nein. Unsere Ziegen werden nicht zur Milchproduktion genutzt, und wir stellen keine tierischen Produkte her. Unsere Tiere dürfen einfach Ziege sein – ohne etwas „leisten“ zu müssen.

Zum Thema: Landschaftspflege

1Wie leben die Ziegen bei euch?
Unsere Ziegen leben in stabilen Gruppen und verbringen den Großteil ihres Alltags draußen auf geeigneten Flächen. Sie haben jederzeit Zugang zu Rückzugsorten, Unterständen und frischem Wasser. Durch Landschaftspflege wechseln die Flächen, was den Ziegen Abwechslung, Bewegung und eine natürliche Futtervielfalt bietet. Im Winter oder bei extremen Wetterlagen stehen geschützte Stallungen zur Verfügung.
2Warum betreibt ihr Landschaftspflege mit Ziegen?
Ziegen sind von Natur aus hervorragende Landschaftspfleger. Sie fressen Gehölze, Disteln und Kräuter sehr selektiv und schonend – ohne schwere Maschinen, Bodenverdichtung oder Lärm. Gleichzeitig profitieren die Ziegen selbst davon: Sie bewegen sich viel, erkunden neue Flächen und nehmen eine große Vielfalt an Pflanzen auf, was ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit zugutekommt.
3Ist Landschaftspflege nicht auch eine Form von Nutzung?
Diese Frage ist wichtig – und berechtigt. Der Unterschied liegt für uns in der Haltung: Die Tiere stehen immer im Mittelpunkt – nicht der Zweck, den sie erfüllen könnten.

Zum Thema: Spenden & Unterstützung

1Wofür werden Spenden konkret verwendet?
Spenden fließen ausschließlich in:
- Bau und Sicherung von Stall & Auslauf
- Tierarztkosten, Medikamente und Nachsorge
- hochwertiges Futter und Mineralstoffe
- Pflege, Schutz und Versorgung unserer Tiere
Wir arbeiten transparent und verantwortungsvoll – jeder Euro dient dem Wohl der Tiere.
2Kann man eine Patenschaft für eine Ziege übernehmen?
Ja, perspektivisch wird es die Möglichkeit geben, Patenschaften für einzelne Ziegen zu übernehmen. Pat:innen unterstützen damit gezielt Pflege und Versorgung – ohne Besitzanspruch.
3Verdient ihr an den Ziegen Geld?
Nein. Unsere Tiere sind kein Geschäftsmodell. Wir verkaufen weder Milch noch Fleisch. Das Geld, dass wir über die Ziegen-Kurse einnehmen, wird genutzt, um die artgerechte Versorgung der Tiere zu gewährleisten.
4Kann man bei euch mithelfen?
Ja, sehr gerne. Wir freuen uns über Unterstützung beim Bau, bei organisatorischen Aufgaben oder später auch in der Tierpflege – immer begleitet und nach klaren Absprachen.

Zum Thema: Ziegen-Kurse

1Was ist Ziegen-Yoga / Ziegen-Wanderung / Ziegen-Achtsamkeit?
Diese Angebote sind ruhige, achtsame Begegnungsformate zwischen Mensch und Tier. Die Ziegen bewegen sich frei und entscheiden selbst, ob und wie sie Kontakt aufnehmen. Für viele Menschen entsteht dabei eine besondere Verbindung zur Natur und zu sich selbst – getragen von der Präsenz, Neugier und Gelassenheit der Ziegen.
2Ist das nicht Stress für die Tiere?
Nein – solange es achtsam und tiergerecht gestaltet ist. Unsere Angebote finden nur in kleinen Gruppen statt, ohne Zwang, Lärm oder Erwartungen an die Tiere. Wir beobachten unsere Ziegen sehr genau und passen alles ihrem Verhalten an. Das Wohl der Tiere steht immer über an oberster Stelle.
3Müssen die Ziegen bei Angeboten „mitmachen“?
Nein. Unsere Ziegen müssen nichts. Sie sind keine Programmpunkte, sondern eigenständige Lebewesen. Wenn eine Ziege Abstand möchte, bekommt sie diesen. Genau das ist Teil unseres Ansatzes: Begegnung auf Augenhöhe – freiwillig, respektvoll und ohne Druck.